Aufsteiger aus Köln zu Gast in Braunschweig

Dem Spielplan geschuldet ist es, das es in der GFL Saison 2017 erst zum Ende der regulären Saison zum ersten Aufeinandertreffen zwischen dem Aufsteiger aus Köln, den Cologne Crocodiles und den New Yorker Lions kommt.

Am kommenden Sonntag (6. August, Kick-Off 15 Uhr, PreGame-Party ab 13 Uhr) ist es nun soweit und  die New Yorker Lions treffen erstmalig in der Saison auf das Team aus der Domstadt.
Insgesamt 18 Spielzeiten ist es her, als letztmalig das Urgestein der deutschen Footballszene (gegründet 1980) zu Gast im Braunschweiger Eintracht Stadion war.

Nahezu genau vor 14 Jahren, am 26. Juli 2003, verlor das Kölner Team deutlich ihr Auswärtsspiel in Braunschweig mit 13:60. Was aber noch weitaus bedeutender war war der Umstand, das zum Ende der Saison 2003 die Mannschaft der Cologne Crocodiles für einige Jahre vollständig von der Bildfläche verschwand und man erst 2009 wieder am Spielbetrieb in der Landesliga NRW Süd teilnahm.

Von da an ging es aber stetig bergauf und man konnte den Neuanfang zum Ende der letzten Saison mit dem Wiederaufstieg ins Footballoberhaus erfolgreich abschließen.
Das Aufstiegsteam der Kölner aus der Saison 2016 konnte Head Coach Patrick Köpper nahezu komplett zusammenhalten. Einzig auf den Positionen der Importe mussten die Crocodiles nachbessern und präsentierten im Angriff mit dem Quarterback Michael Eubank und Runningback Kevin Parks zu Saisonbeginn zwei Hochkaräter. Besonders auf Eubank ruhten die Hoffnungen der Verantwortlichen der Kölner, konnte der fast zwei Meter große Spielmacher doch bereite im Team der Arizona State University auf sich aufmerksam machen. Doch was so schön von der Papierform her aussah, fand bereits vor dem Start der regulären Saison ein jähes Ende, als sich der Hoffnungsträger der Kölner verletzte und noch vor dem ersten Saisonspiel die Heimreise antrat.
Für ihn als Ersatz startete fortan der deutsche Spielmacher Benjamin Mentges, welcher bis zum heutigen Tag seinen Job hervorragend macht und mit zu den besten 10 Spielmachern der GFL nach erzieltem Raumgewinn zählt.

Einen wahren Glückgriff hatten die Verantwortlichen der Kölner mit dem US-Amerikaner auf der Runningback Position Kevin Parks, der seine beeindruckenden Leistungen aus seiner College Zeit im Team der Cavaliers der University of Virginia auch in der GFL zeigt.

Mit über 1.200 Yards Gesamtraumgewinn und bisherigen 14 Touchdowns führt er die Offense-Statistik der Domstädter deutlich an und mit nahezu 1.000 Yards Raumgewinn alleine aus Läufen, belegt er Platz zwei bei den Runningbacks in der GFL.

Im Passangriff der Crocodiles stechen neben Kevin Parks vor allem die WR Ramin Aklaghi und Olaf Fries sowie der US-Import TE Trevor Vasey hervor. Bei der Anzahl der gefangenen Pässe führt Olaf Fries dieses Quartett an, die anderen sind aber nahezu gleichauf und auch beim erzielten Raumgewinn und den erzielten Punkten konnte sich nur Fries absetzen.
Auf Seiten der Kölner Verteidigung führt Linebacker Leon Littfinski Regie auf der Kommandobrücke.

Deutlich führt er die Rangliste in der Statistik der Defensespieler bei den Crocodiles an und auch in der Gesamtstatistik der GFL ist er unter den Top 10 zu finden. Ebenfalls unter den 10 besten Verteidigern der GFL findet man mit Linebacker Justin Cooper einen weiteren Kölner. Leider verletzte sich der US-Amerikaner im Heimspiel gegen die Kiel Baltic Hurricanes so schwer, das die Saison für ihn bereits beendet ist. Als Ersatz fanden die Domstädter mit LB Makani Falefuafua Kema-Kaleiwahea einen anscheinend gleichwertigen Ersatz. Der gebürtige Hawaiianer spielte in seiner Collegezeit für die University of Hawaii und gehörte dort mit zu den Leitungsträgern in der Verteidigung der Warriors.

Mit Passverteidiger Yogi Hale konnten die Kölner einen ihrer defensiven Stützen aus dem letzten Jahr halten und wie bereits in der GFL 2 Saison 2016, ist der US-Amerikaner auch in diesem Jahr wieder einer der besten Passverteidiger der Krokodile.

Im bisherigen Saisonverlauf der Domstädter konnten sie mit 5 Siegen und 3 Niederlagen bereits ein deutliches Ausrufezeichen setzen und zeigen, dass sie als Aufsteiger beileibe kein Kanonenfutter sind. Gegen Teams wie Hildesheim, Hamburg und die Berlin Adler gelangen den Crocodiles teilweise deutliche Siege und bisher mussten sie sich nur Kiel und den Berlin Rebels geschlagen geben. Dabei könnte der verlorene direkte Vergleich aus den beiden Spielen gegen die Berlin Rebels im Hinblick auf die Play-Offs noch sehr wehtun. Denn wenn es am Ende um den vierten Tabellenplatz und den damit letzten Play-Off Platz geht und es zu einem Punktegleichstand zwischen beiden Teams kommt, würde eben dieser verlorene Vergleich für die Kölner zum Verpassen der diesjährigen Playoffs führen.

Damit ist die Ausgangssituation für die Cologne Crocodiles klar, wenn man noch ein Wörtchen um die Play-Offs mitreden will, muss man dem scheinbar übermächtigen Gegner aus Braunschweig ein Schnäppchen schlagen. Dass das Team dazu in der Lage ist bewies man u.a. im Hinspiel gegen die Kiel Baltic Hurricanes, in dem man lange mithalten konnte und man sich letztendlich in einem “High-Scoring Game“ mit 41:65 geschlagen geben musste.

Foto: Stefan Moerkels (Kiel Baltic Hurricanes)