Back-to-back – Fortsetzung folgt

Nachdem am vergangenen Samstag das Team der New Yorker Lions im heimischen Eintracht-Stadion in Braunschweig auf die Cologne Crocodiles trafen und im GFL-Saisoneröffnungsspiel beider Mannschaften nach holprigen Beginn mit 23:6 gewann, steht nun bereits nur eine Woche später das Rückspiel auf dem Plan. Am kommenden Samstag trifft das Team von Head Coach Troy Tomlin im Kölner Sportpark Höhenberg (Kick-Off 17 Uhr) erneut auf die Mannschaft von Patrick Köpper.

Davon, dass die Cologne Crocodiles nicht unbegründet als Kandidat um die vorderen Plätze in der GFL Nord gehandelt werden, konnte sich jeder überzeugen, der das Hinspiel am letzten Wochenende verfolgt hat. Auf beiden Seiten des Balls haben sich die Kölner bestens aufgestellt, um in der Liga in 2019 die vermeintlich großen Teams zu ärgern. So sorgte vor allem die Defense der Crocodiles um Defense Liner Viliseni Faounuku und Linebacker Marius Kensy für Unruhe in der Offense Line der New Yorker Lions. Immer wieder musste Brandon Connette gegen anstürmende Verteidiger die Flucht antreten und konnte somit nur bedingt seine Pässe an den Mann bringen. Wenn ihm ein Pass gelang, standen dann immer noch mit Mark Scherenberg und Emory Polley zwei Aktivposten der Passabwehr der Domstädter auf dem Feld, die meist schlimmeres zu verhindern wussten. Gleiches galt für das Laufspiel der Braunschweiger, welches vor allem durch die Mitte weniger effektiv als erwartet gestaltete werden konnte.

Auf Seiten der Offense haben die Kölner mit den beiden US-Amerikanern Colby Goodwin und Jake Isabel zwei Playmaker, welche auch alleine ein Spiel entscheiden können. Vor allem der wendige und schnelle Colby Goodwin auf der Position des Runningbacks sorgte in der Braunschweiger Verteidigung das ein oder andere Mal für Sorgenfalten. Dazu kommt mit dem deutschen Jan Weinreich ein Spielmacher, der bewiesen hat, dass er auch unter Druck die richtigen Entscheidungen treffen kann und neben Jake Isabel mit z.B. Ramin Akhlaghi und Dominic Gröne weitere dankbare und sichere Abnehmer seiner Pässe hat.

Lions-Defense stark, Offense benötigt Anpassungen

Bei den New Yorker Lions war es die Verteidigung, die bereits zu Saisonbeginn annähernd 100% ihrer Leistung abrufen konnte. Zwar gelangen den Kölner immer wieder Nadelstiche, doch bis auf ein einziges Mal wussten sie Punkte der Gegner zu verhindern. Die Neuzugänge, wie Jamaal White und Basil Jackson, fügten sich nahtlos in das System der Lions ein und wussten zu überzeugen. Aber auch Spieler wie Lars Steffen, der eine Interception und einen Touchdown aus einem geblockten Punt zum Sieg beitragen konnte oder Roni Salonen und Tim Unger konnten überzeugen.

In der Offense lief es weniger rund und vor allem in der ersten Halbzeit gelang den Lions nicht viel. So wurden einige sicher geglaubte Bälle fallen gelassen oder Spielzüge bereits im Ansatz, durch den starken Druck der Defense, erstickt. Erst in der zweiten Hälfte der Partie kam Brandon Connette und seine Offense besser ins Spiel und man konnte sich sowohl im Pass-, als auch im Laufspiel behaupten. Hauptfaktor des Sieges gegen die Cologne Crocodiles waren aber die Special Teams der Löwenstädter. So konnte ein Punt durch Basil Jackson geblockt und von Lars Steffen zum Touchdown gesichert werden und ein Kick-Off von Tobias Goebel, der absichtlich hoch ausgeführt wurde, vom Special Team der Lions in Person von Robin Papke aufgenommen werden.

Die Kölner Gastgeber werden am Samstag alles daransetzen, sich das Momentum des Spiels nicht wieder aus der Hand nehmen zu lassen und auf heimischen Platz den New Yorker Lions den Sieg streitig machen. Die Mannschaft von Head Coach Troy Tomlin ist gewarnt und wird ihrerseits alles dafür geben, mit einer besseren Leistung auch in Halbzeit eins ebenfalls das Rückspiel für sich zu entscheiden und sich dadurch gegenüber dem Mitbewerber um einen Play-Off-Rang in Vorteil bringen. Fehlen werden den Lions dabei nach wie vor die beiden Running- bzw. Fullbacks Patrick Papke und Julien Jelen, die nach ihre im Testspiel in Hannover erlittenen Verletzungen auskurieren müssen. Ebenfalls fraglich ist der Einsatz der Offense Liner Jan von Jürgensonn und Kevin Foitzek, die beide im Spiel am letzten Samstag verletzt das Feld verließen.