Ingolstadt Dukes erstmalig zu Gast in Braunschweig

Was passt besser zu einem Jubiläumsjahr als Rekorde und Premieren

Eine dieser Premieren ist das erste Aufeinandertreffen in der 30-jährigen Geschichte der Lions auf den Tabellenvierten der GFL Süd, die Ingolstadt Dukes im Play-Off Viertelfinale am kommenden Samstag im Braunschweiger Eintracht-Stadion (16. September, Kick-Off 18 Uhr, PreGame-Party ab 16 Uhr). Ein bisher in der höchsten deutschen Spielklasse unbeschriebenes Blatt waren zu Beginn der die Aufsteiger in die GFL Gruppe Süd, die Ingolstadt Dukes.

Erst im Oktober 2007 gegründet, schafften es die Ingolstädter in relativ kurzer Zeit durch alle Ligen bis in die höchste deutsche Spielklasse und als Krönung im ersten Jahr, gleich als Aufsteiger das Erreichen der Play-Offs. Bereits vom ersten Jahr an dabei und in der Position des Head Coach ist Eugen Haaf. Zwar konnte Haaf auf den Großteil seines Kaders aus der Aufstiegsmannschaft 2016 zurückgreifen, doch war dem erfahrenden Trainer bewusst, dass er für die GFL noch etwas nachlegen muss um zum einen mehr Tiefe in den einzelnen Positionsgruppen zu erhalten und zum anderen auf bestimmten Schlüsselpositionen sein Team zu verstärken. Hauptquelle für das Team der Dukes bildete dabei der direkte Ligakonkurrent in der GFL Süd, das Team der Munich Cowboys. Weiterhin auf der Position des Spielmachers findet man bei den Dukes Rick Webster. Für den 32-Jährigen US-Amerikaner ist 2017 bereits die dritte Saison in Ingolstadt, wobei er in den beiden zurückliegenden Jahren maßgeblichen Anteil am Aufstieg der Dukes in die höchste deutsche Spielklasse hatte.

Auch in der GFL fasste der US-Amerikaner sofort Fuß und ist in den Gesamtstatistiken der GFL an vielen Stellen unter den Top 5 der Quarterbacks wiederzufinden. Dabei kann ihn auch eine schwere Knieverletzung anscheinend nicht aufhalten. Nach dem Spiel gegen die Marburg Mercenaries Anfang August vermeldeten die Dukes die für sie bittere Hiobsbotschaft, das Webster mit einer Knieverletzung wohl für den Rest der Saison ausfällt und diese ebenfalls sein Karriereende bedeutet. Doch bereits Ende August beim für die Play-Offs entscheidenden Spiel gegen die Stuttgart Scorpions, war Rick Webster wieder zurück auf der Kommandobrücke. Ihm zur Seite stehen als Anspielstationen bei den Receivern gleich ein ganzes Arsenal an Hochkarätern. Neben dem US-Amerikaner Samuel Richard sind das vor allen die deutschen Ballfänger Lorenz Regler, der Anfang der Saison von den Munich Cowboys nach Ingolstadt gewechselt ist und Jan Hochschild. Zusammen ist das Trio für über 2.500 Yards Raumgewinn aus Passfängen und 30 Touchdowns verantwortlich.

Im Backfield findet man bei den Ingolstädtern mit Jerome Morris einen Veteranen und ehemaligen Nationalspieler auf der Position des Runningback. Neu im Team der Dukes, aber nicht unbekannt in Deutschland, ist im Kader der Ingolstädter US-Boy Keith Hilson. Das Multitalent kann sowohl als Receiver, als Defense Back, als auch als Quarterback eingesetzt werden und spielte bisher für die Munich Cowboys, die Kirchdorf Wildcats und für die Straubing Spiders. Gerade nach der Verletzung von Webster ist er ein wichtiger Faktor als Spielmacher im Team der Ingolstädter. Was Rick Webster auf Seiten des Angriffs ist, ist Linebacker Joshua Morgan in der Verteidigung der Süddeutschen. Ebenfalls in seine dritte Spielzeit bei den Dukes geht der US-Linebacker und Top-Tackler der Dukes und ist damit einer der Garanten für den Erfolg der Ingolstädter. Ihm zur Seite stehen mit Henry Holzapfel (2016 Munich Cowboys) und Christopher Ezeala (2016 Allgäu Comets) zwei GFL erfahrende Linebacker, die zusammen bereits über 220 Tackles, davon 46 für Raumverlust und 16 Sacks erzielten. Sack Leader im Kader der Dukes ist Defense Line Spieler David Bada. Dabei stehen für den 1,95 m großen und knapp 140 kg schweren gebürtigen Münchner nicht nur bisher 14 Sacks in den Statistiken, sondern auch 30 Tackles für Raumverlust, mit denen er klar diese Statistik in der GFL anführt. Mit insgesamt 7 Siegen und 7 Niederlagen in ihrer ersten GFL Saison der Vereinsgeschichte, erreichten die Ingolstadt Dukes knapp vor den Allgäu Comets Platz vier in der GFL Süd und qualifizierten sich damit für die Play-Offs. Dabei verloren die Dukes sowohl jeweils beide Spiele gegen die Schwäbisch Hall Unicorns, die Samsung Frankfurt Universe und die Marburg Mercenaries.

Ebenso das am vergangenen Wochenende unbedeutende Nachholspiel gegen die Comets aus Kempten ging verloren. Das wohl beste Spiel ihrer ersten GFL Saison lieferten die Dukes Mitte Juni in Schwäbisch Hall ab. Zum Ende der Partie stand es zwar 53:65 zu Gunsten der Unicorns, doch hatten die Dukes zwischenzeitlich die Haller am Rande einer Niederlage. Die New Yorker Lions sollten nicht nur auf Basis des Spiels in Hall gewarnt sein und die Gäste aus dem Süden Deutschlands nicht unterschätzen. Die Braunschweiger von Head Coach Troy Tomlin hatten im Gegensatz zu ihren Gästen eine Woche Spielpause und es besteht Hoffnung, dass weitere bisher angeschlagene und verletzte Spieler pünktlich zu den Play-Offs wieder in den Kader des deutschen Rekordmeisters zurückkehren.

Das Oktoberfest-Motto zum kommenden Spiel

Passend zum Gegner und dem bevorstehenden Oktoberfest, steht auch das Spiel am kommenden Samstag unter diesem Motto. So erhält u.a. jeder Fan, der am Spieltag in Tracht erscheint und sich an der Tageskasse sein Ticket kauft, 50% Ermäßigung (ausschließlich gültig für Tageskassen-Tickets).