Lokalderby in Hildesheim

Am kommenden Samstag kommt es im Hildesheimer Friedrich-Ebert-Stadion ((27. Mai, Kick-Off 16 Uhr, An der Pottkuhle 1, 31139 Hildesheim) zum niedersächsischen Lokalderby zwischen den Hildesheim Invaders und den New Yorker Lions.
Die New Yorker Lions und die Hildesheim Invaders trafen bisher in ihrer jeweils langen Historie 14 Mal aufeinander, wobei die Braunschweiger 10 Mal und die Hildesheimer vier Mal das Spielfeld als Sieger verließen. Dabei stammen die vier Siege der Invaders aus den Anfangszeiten der Lions in den Spielzeiten 1988 und 1989. In der höchsten deutschen Spielklasse spielten beide Mannschaften bisher erstmalig in der letzten Saison gegeneinander. Beide Partien konnten die Löwen jeweils klar für sich entscheiden (52:7; 42:7). Die bisherige Bilanz der Hildesheimer in der 1. Bundesliga liegt bei acht Siegen und 30 Niederlagen und stammt aus den Jahren 1990, 1991 und 2016.
Der Aufsteiger in die GFL Nord des letzten Jahres und Lokalrivale der New Yorker Lions, die Hildesheim Invaders um Head Coach Joe Roman spielten eine solide erste GFL Saison. Fünf Siege, neun Niederlagen und der fünfte Tabellenplatz satnden am Ende der regulären Spielzeit in den Büchern.
Die Mannschaft der Hildesheimer selbst blieb, zumindest was die deutschen Spieler und die auf den Schlüsselpositionen im Angriff angeht, nahezu die gleiche wie in 2016. So stehen mit Spielmacher Zachary Cavanaugh und Runningback Reggie Bullock auch in diesem Jahr wieder die US-amerikanischen Stützen des Angriffs den Invaders zur Verfügung.

Dazu konnte mit Runningback Jens Koppe ein Allroundspieler vom Ligakonkurrenten den Hamburg Huskies nach Niedersachsen geholt werden. Die Nachfolge von Eric Allen in der Passverteidigung der Hildesheimer übernimmt der vom schwedischen Meister, den Uppsala 86ers, kommende Amerikaner Jacob Adelman. Als Coup ansehen kann man die Verpflichtung von einen der besten Defense Line Spielern der GFL 2016. Die Verantwortlichen der Invaders konnten Janosch Beauchamp von den Stuttgart Scorpions für 2017 in den Norden nach Hildesheim locken. Beauchamp konnte in der letzten Saison 62 Tackles, davon 15 für einen Raumverlust und acht Sacks erzielen und war damit unter den besten Defense Spielern der GFL. Zusätzlich verstärkte sich das Team von Head Coach Joe Roman punktuell z.B. in der Offense Line und Defense Line mit talentierten Spielern aus der Region.

Aus Braunschweig zum Nachbarn wechselten mit Defense End Marc Klassen und Linebacker Frank Häring (2016 Lions 2) gleich zwei Talente zum Lokalrivalen.

Starteten die New Yorker Lions mit zwei Siegen gegen die Hamburg Huskies in die GFL Saison, lief es für die Hildesheim Invaders weniger erfolgreich. Mit drei Niederlagen in drei Spielen, steht man aktuell auf dem vorletzten Platz in der Tabelle der GFL Nord, knapp vor den Hamburg Huskies.
Waren von Seiten der Hildesheimer die beiden Niederlagen gegen die Dresden Monarchs (17:62; 9:37) wahrscheinlich einkalkuliert, könnte die Auftaktniederlage gegen den diesjährigen Aufsteiger aus Köln, den Cologne Crocodiles (26:41), im weiteren Saisonverlauf noch wehtun.
Auf Seiten der New Yorker Lions bleibt abzuwarten wer von den angeschlagenen Spielern wieder in den aktiven Kader für die Begegnung in Hildesheim zurückkehren kann und wer für die anstehenden schweren Partien gegen Dresden, Kiel, den Berlin Rebels und Frankfurt (Eurobowl) noch geschont wird. Sein Debüt im Jersey der Lions wird auf alle Fälle Defense Line Spieler  Mete Konya geben.
Nach Abschluss seines Studiums in Kanada ist der 24-jährige Osnabrücker seit Anfang letzter Woche in Braunschweig, hat bereits mit dem Team trainiert und fiebert seinem ersten Einsatz im Jersey der New Yorker Lions entgegen.

Fotos: Katja Freier | Hildesheim Invaders