Vorentscheidendes Spiel für die Play-Offs bei den Berlin Rebels

Am kommenden Samstag (25. August 2018, Kick-Off 15 Uhr) trifft das Team der New Yorker Lions im Mommsenstadion auf den aktuell Tabellendritten der GFL Nord, die Berlin Rebels. Die Rebels sind die bisher einzige Mannschaft der laufenden Saison, die die Löwen von Head Coach Troy Tomlin besiegen konnten. Beim Hinspiel im heimischen Eintracht-Stadion erwischten die Braunschweiger einen rabenschwarzen Start im ersten Spielviertel und mussten sich schließlich, trotz Endspurt, mit 21:26 geschlagen geben.

In der GFL war es bis jetzt eine durchaus gute Saison für die Rebellen, denn sie konnten von ihren bisherigen 11 Spielen acht gewinnen. Ein größerer Wermutstropfen dürfte aber die doch überraschende Niederlage gegen die Potsdam Royals gewesen sein und auch der Punktverlust gegen Kiel, als auch die äußerst knappe zwei Punkte Pleite gegen die Dresden Monarchs war sicherlich nicht so geplant. Immerhin konnten sich die Berliner den direkten Vergleich gegen Kiel und gegen Dresden sichern, was im Hinblick auf die Vergabe der Play-Off Plätze vielleicht noch eine Rolle spielen könnte.

Analyse des Berliner Rosters

Die Berlin Rebels konnten für die GFL Saison 2018 das Gros ihrer Spieler aus dem letzten Jahr zusammenhalten. Nun wollen die Rebellen den nächsten Schritt machen und über die erste Runde der Play-Offs hinauskommen. In den letzten Jahren scheiterte man immer früh. Für dieses Ziel führt erneut Quarterback Terell Robinson die Geschicke im Angriff der Rebels. Ebenfalls wieder im schwarzen Jersey für die Saison 2018 finden sich die beiden us-amerikanischen Linebacker Rory Johnson und Defense Back Jamaal White. Im Angriff liegt die Last neben Spielmacher Robinson abermals auf Runningback Christopher Smith und Wide Receiver Gregor Lietzau. Dazu stieß im Backfield Ballträger Sean Richards von Samsung Frankfurt Universe dazu, der gemeinsam mit Smith ein niederländisches Duo bildet, aber auch die Statistik der Rebels als aktuell bester Receiver anführt. Als Ersatz für den zu den Lions gewechselten Nicolai Schumann, kann der von der University of Houston kommende US-Amerikaner Hayden Daniels angesehen werden, dessen Hauptaufgabe die Rolle des Tight Ends ist. Auf Seiten der Defense konnte mit Defense Liner Mamadou Sy ein weiterer ehemaliger Spieler der Lions und französischer Nationalspieler verpflichtet werden. Dazu kommen als weitere bekannte Neuzugänge Passverteidiger Philip Stegmann von den Kiel Baltic Hurricanes und Linebacker Giancarlo Boone vom Lokalrivalen Berlin Adler.

Revanche für die Lions muss klappen

Die Defense der Löwen dürfte in Sachen Laufspiel viel zu tun bekommen. Mit einem aktuell erzielten Raumgewinn von über 1.600 Yards und 18 Touchdowns, stehen die Berlin Rebels in dieser Statistik klar auf Platz drei, nur knapp hinter den Kiel Baltic Hurricanes. Aber auch das Passspiel der Berliner darf nicht unterschätzt werden. Mit nur zwei Fehlwürfen und insgesamt 16 Touchdowns, haben die Hauptstädter hier von allen GFL Teams das beste Verhältnis aufzuweisen. Die Verteidigung der Berliner zeigte im bisherigen Saisonverlauf eine durchweg konstante Leistung und liegt hinter den aktuell drei großen Teams aus Braunschweig, Frankfurt und Schwäbisch Hall, klar auf Platz vier. Wobei vor allen die Passabwehr der Rebels das Glanzstück bildet.

Mit den beiden Partien in Hamburg und zum Abschluss zu Hause gegen Hildesheim, haben die Berliner von allen Play-Off Aspiranten das vermeintlich leichteste Restprogramm und können vor allem gegenüber den Monarchs und dem Platz zwei in der GFL Nord, die besseren Karten haben. Für die New Yorker Lions gilt es die Schmach aus dem Hinspiel wett zu machen. Sollte ihnen dieses mit einem Sieg gelingen, so ist ihnen Platz zwei in der Tabelle und damit das Heimrecht zumindest im Play-Off Viertelfinale, bei noch zwei ausstehenden Spielen, nicht mehr zu nehmen. Bei einer Niederlage jedoch könnte sogar Platz 3 in ungewünschte Reichweite geraten. Diese 48 effektiven Spielminuten gegen den wohl unangenehmsten Gegner der regulären Saison werden also die bisher wichtigsten sein.