New Yorker Lions zur königlichen Audienz nach Potsdam

Auf Platz vier in der Tabelle der GFL Nord findet man mit den Potsdam Royals den Gegner der New Yorker Lions für das kommende Wochenende. Mit Siegen gegen die Düsseldorf Panther und die Berlin Rebels starteten die in 2019 hochgehandelten Potsdamer gut in die Saison. Die Niederlagen zu Beginn gegen die Hildesheim Invaders (28:50) und Ende Mai im Hinspiel gegen die New Yorker Lions (14:35) tun in der Höhe weh, da man jeweils bis ins dritte Spielviertel gut mithalten konnte und in Braunschweig sogar zur Halbzeit führte.

Aufschwung für das Rückspiel der Royals gegen die Löwen dürfte den Potsdamern der Sieg vom vergangenen Wochenende im „Eurobowl XXXIII“ gegen die Amsterdam Crusdaers gegeben haben. Mehr als deutlich besiegte man die überforderten Amsterdam Crusaders mit 62:12 und sicherte sich damit erstmalig den Titel im „Eurobowl“. Wobei der aus der Vergangenheit bekannte Turnierverlauf zwischen den besten europäischen Vereinsmannschaften zu einem einzigen Einladungsspiel – nämlich den genannten „Eurobowl XXXIII“ – zusammen geschrumpft ist und somit ein bitterer Beigeschmack im Bezug auf die Wertigkeit des Titels verbleibt.

Seit dem Hinspiel in Braunschweig ist der Dreh- und Angelpunkt im Angriff der Postdamer der deutsche Spielmacher Paul Zimmermann. Ihm zur Seite steht mit Runningback Gennadiy Adams einer der aktuell besten Ballträger der GFL. Auch das Arsenal an Passempfängern kann sich sehen lassen und hat mit dem US-Amerikaner Keevan Lucas, dem Dänen Frederik Myrup Nielsen und dem deutschen Timothy Knüttel gleich ein Trio an gefährlichen Ballfängern aufzuweisen. Dazu gesellt sich noch der Schwede Jacob Dahre, der sich aber im Spiel gegen die Crusaders verletzte und dessen Einsatz für das Spiel am Samstag fraglich ist.

Die Defense der Potsdam Royals wird geführt von Linebacker Dustin Illetschko. Der Österreicher in den Diensten der Royals ist einer der besten Verteidiger der GFL auf seiner Position und führt die bunt gemischte Riege an Nationen im Team der Potsdamer Verteidigung an. Neben Deutschen, US-Amerikanern, Spielern aus Großbritannien und Finnland findet man auch einen Serben in den Reihen der starken Defense.

Nach den bisherigen Spielen gegen die Cologne Crocodiles, die Berlin Rebels, den Dresden Monarchs und den Royals im Hinspiel, die jeweils in einem Sieg endeten, treffen die New Yorker Lions am Samstag erneut auf einen starken Mitbewerber, wenn es zum Ende der Saison um die Vergabe der Play-Off-Plätze geht. Können die Braunschweiger die Potsdamer zum zweiten Mal in ihre Schranken weisen und als Sieger vom Platz gehen, hätte man sich bereits früh in der Saison eine gute Ausgangsituation für einen möglichen direkten Vergleich, wenn es um die Vergabe der Tabellenplätze 1 – 4 geht, gesichert.

Damit sich die Theorie auch in der Praxis auf dem Feld wiederspiegelt, gibt es im Team von Head Coach Troy Tomlin vor allen auf Seiten der Offense noch viel zu tun. Unnötige Ballverluste und Strafen sowie nach wie vor existierende Probleme im Passspiel der Braunschweiger hätten in der hart umkämpften Partie gegen die Dresden Monarchs fast noch zur Niederlage geführt. Verstärkung erhielt der Angriff der Löwen mit Wide Receiver Micky Kyei bereits zur Partie in Dresden. Ebenfalls bereits in Dresden dabei, aber noch in der Rolle des Statisten an der Sideline, war der Franzose Méril Zero. Das Nachwuchstalent aus dem Nachbarland kann nun in Potsdam ebenfalls aktiv ins Spielgeschehen eingreifen und wird sowohl als Runningback als auch als Receiver eingesetzt werden. Der dritte im Bunde der Neuzugänge, der sein Debut im Jersey der Löwen geben wird, ist Quarterback Sonny Weishaupt. Nach der erfolgreichen Saison in Frankreich, wo der deutsche Spielmacher mit den Grenoble Centaures überraschend die Play-Offs erreichen konnte, wird er nun gemeinsam mit Brandon Connette und Mike Friese die Fäden im Angriff der Braunschweiger ziehen.

Kick-Off der Begegnung zwischen den neuen „Eurobowl-Champions“ den Potsdam Royals und dem 6-maligen Rekord-Eurobowl-Sieger, den New Yorker Lions, im Potsdamer Sportpark Luftschiffhafen am kommenden Samstag, den 15. Juni ist um 16:30 Uhr.