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Juni 5, 2024

Lions empfangen Wildcats – Raubkatzen unter sich

Kirchdorf am Inn ist ein wirklich kleiner Ort an der Grenze zu Österreich mit gerade mal etwas mehr als 5.000 Einwohnern. Von dort wagt sich das Footballteam der Kirchdorf Wildcats zum insgesamt 2. Mal an das Abenteuer einer Teilnahme in der Erima-GFL. Grundlage dafür ist zum einen eine sehr gute Unterstützung der lokalen Wirtschaft, zum anderen aber auch die gute Vernetzung innerhalb der Region. Dennoch bleibt das Ganze für die Wildcats sicherlich eine wirtschaftliche und logistische Herausforderung.

In der GFL2-Saison des Jahres 2023 dominierten die Wildcats die Südstaffel der Liga sehr weitgehend. Am Ende standen 8 Siege und nur 1 Niederlage zu Buche. Lediglich bei den Pforzheim Wilddogs mussten sich die Kirchdorfer im Hinspiel mit 19:18 geschlagen geben, konnten den direkten Vergleich aber letztlich durch einen 14:8 Sieg im Rückspiel gewinnen. In der Abschlusstabelle spielte das dann allerdings keine Rolle mehr, denn die Wildcats konnten dank des besseren Quotienten alle anderen Teams hinter sich lassen und ohne Relegation direkt in die GFL aufsteigen.

Waren die Wildcats-Konkurrenten in der Offseason noch der Meinung, dass die Kirchdorfer die aktuelle Saison in der Erima-GFL mit ihrem Aufstiegs-QB Tobias Kanther bestreiten würden, zogen die Wildcats-Verantwortlichen dann mit QB Armani Edden doch noch einen US-Spielmacher an Bord. Ihm zur Seite steht mit WR Keegan Sturdy ein US-Mann, der bereits am Northwest Missouri State College spielte und dort auch als 800-Meter Läufer einige Erfolge feiern konnte.

Neben diesen beiden Imports sind es natürlich vor allem deutsche Spieler, die das Grundgerüst bei den Wildcats bilden und zum großen Teil schon von Jugend an im Verein aktiv sind. Im Laufspiel zeigten insbesondere die RBs Tom Stecher und Sebastian Mattscheck gute Leistungen und konnten in der laufenden Saison bereits beide für die Kirchdorfer punkten. Bei den Passempfängern ist es WR Michael Stadler, der mit bisher 16 Catches und 3 Touchdowns auf sich aufmerksam macht.

Auf der anderen Seite des Balles verhält es sich praktisch genauso. Auch hier bilden ganz klar deutsche Spieler das Rückgrat. Besonders auffällig war DL Lukas Wittberger, der beim Spiel in München 2 QB-Sacks für sich verbuchen konnte. Als US-Import steht DB Caleb Ashby auf dem Feld. Die Wildcats setzen ihn auch als Returner ein und zusammen mit DB Lorenz Sendlinger und den LBs Luca Maier und Dionisio Herrera findet man ihn auch ziemlich weit oben in den Defensivstatistiken der Kirchdorfer.

Im Coaching-Staff hat Head Coach Christoph Riener mit Offense Coordinator Tom Schmidtke und Abwehr-Chef Christoph Asenkerschbaumer sowie diversen Assistant Coaches und Physiotherapeuten sein Team für die laufende Erima-GFL Saison gefunden.

Sportlich können sich die Wildcats und die New Yorker Lions aktuell die Hand reichen, denn beide Teams konnten in der laufenden Erima-GFL Saison bisher nicht gewinnen. Hatten die Kirchdorfer bei der Niederlage zum Saisonauftakt im heimischen Stadion gegen die Schwäbisch Hall Unicorns (10:36) nicht viel zu lachen, sah es beim 2. Saisonspiel in München (21:14) schon deutlich besser aus. Zwar reichte es auch hier nicht zum Sieg, aber die Leistung auf dem Feld ließ bereits klare Fortschritte erkennen und das Spiel ging erst in den Schlusssekunden verloren. Ein Wermutstropfen für die Kirchdorfer waren allerdings die verletzungsbedingten Ausfälle von DB Caleb Ashby und RB Tom Stecher, die beide auch am letzten Wochenende zu Hause bei der Niederlage der Wildcats gegen die Berlin Rebels (17:33) nicht auflaufen konnten.

Für die New Yorker Lions wird es nach dem völlig verkorksten Saisonauftakt mit 3 Niederlagen, den Abgängen von RB Jacob Smillie und DB Brock Carter sowie dem massenhaften Ausfall von Spielern aufgrund einer schweren Virusinfektion, primär darum gehen, möglichst viele genesene Spieler zurück auf das Feld zu bringen, sich als Team insgesamt zu stabilisieren und vor allem die ersten Punkte der Saison einzufahren.

Helfen wird dem Team dabei der US-Neuzugang QB Donovan Isom, der kurz vor dem Auswärtsspiel in Dresden zum Team stieß und in der Elbmetropole bereits für die Braunschweiger im Einsatz war. Außer ihm hat sich auch DL Patrick Finke entschieden, den New Yorker Lions nochmal zur Seite zu stehen.

Gelingt es den Braunschweigern trotz dieser Verstärkungen dennoch erneut nicht, die ersten 2 Punkte der Saison zu holen, gerät die Playoffteilnahme immer mehr außer Reichweite und die Konzentration müsste sich dann zwangsläufig mehr auf das Verlassen des Tabellenkellers und die Vermeidung der Relegation richten.

Für die beiden Tabellenletzten steht also eine Art ‚Momentum-Shift‘ auf dem Spiel und es wird sicherlich ein sehr spannender Schlagabtausch für Mannschaften und Fans auf beiden Seiten.

Text: Thorsten Morgenstern 

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